Wasserschutzgebietsberatung

Die Hamburger Wasserschutzgebietsberatung – Nachhaltigkeit durch Kooperation

Landwirtschaft, Garten- und Obstbau nutzen gemeinsam mit der Wasserversorgung den gleichen Naturraum. Dieses Nebeneinander erfordert besonders in für die Wassergewinnung sensiblen Gebieten (Wasserschutzgebiete) ein enges Miteinander. Mit Blick auf den Gewässerschutz ist die ordnungsgemäße Landbewirtschaftung die Voraussetzung für eine langfristige Sicherung der Grundwasserressourcen. In den Hamburger Wasserschutzgebieten Baursberg, Curslack/Altengamme und Süderelbmarsch/Harburger Berge arbeiten deshalb Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau eng zusammen.

Grundwasserförderung und Landbewirtschaftung in den Wasserschutzgebieten

Die Wasserwerke Baursberg, Curslack und Süderelbmarsch sind mit etwa einem Viertel der gesamten Grundwasserförderung der Hamburger Wasserwerke (HWW) für die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser von herausragender Bedeutung.

Landwirtschaft und Gartenbau stellen in diesen Wasserschutzgebieten bedeutende Wirtschaftszweige dar. Die Produktionsschwerpunkte in den drei Wasserschutzgebieten sind dabei sehr unterschiedlich. In Curslack/ Altengamme sind der Schnittblumenanbau unter Glas und im Freiland, der Ackerbau sowie die Rinder- und Pferdehaltung von Bedeutung. In der Süderelbmarsch/Harburg liegen die Produktionsschwerpunkte im Obstanbau sowie der extensiven Grünlandwirtschaft mit Rinder- und Pferdehaltung. Im Baursberg überwiegt die Pensionspferdehaltung. Ackerbau und Milchviehhaltung wird dort auch betrieben.

Wie funktioniert die Kooperation?

Mit dem Ziel der dauerhaften Sicherung der Grundwasserressourcen bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Betriebe des Gartenbaus und der Landwirtschaft wurde 1999 in Hamburg die Wasserschutzgebietskooperation ins Leben gerufen. Die derzeitig dritte Kooperationsperiode endet 2013.
Als Kooperationspartner sitzen hier an einem Tisch:

  • der Bauernverband Hamburg e.V.
  • der Gartenbauverband Nord e.V.
  • die Hamburger Wasserwerke GmbH.

In Arbeitskreissitzungen formulieren die Kooperationspartner Ziele und beurteilen den Erfolg der laufenden und abgeschlossenen Projekte. Finanziert wird die Kooperation durch die Hamburger Wasserwerke GmbH.

Die Hamburger Wasserschutzgebietsberatung

Zur Umsetzung der Ziele der Kooperation gibt es für die Wasserschutzgebiete Baursberg, Curslack/Altengamme und Süderelbmarsch/Harburger Berge einen Wasserschutzgebietsberater. Träger dieser Spezialberatung ist die Landwirtschaftskammer Hamburg. Das Beratungsangebot steht für die Betriebe mit Flächen im Wasserschutzgebiet kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich fördert die Kooperation innovative Projekte zum Gewässerschutz.

Ziele und Zielgruppen

Ziele der Beratung sind die Einführung, Weiterentwicklung und Umsetzung von Maßnahmen der Grundwasser schonenden Produktionsweise gemeinsam mit den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben, die in den Wasserschutzgebieten wirtschaften.

Beratungsleistungen

Die Beratung erfolgt als:

  • Einzelbetriebliche Beratung
  • Gruppenberatung
  • Schriftliche Informationen (Infobriefe, Handzettel)

Die Wasserschutzgebietsberatung arbeitet eng mit den Beratern der Landwirtschaftskammer Hamburg zusammen.

Beratungsschwerpunkte

Gewässerschonende Kulturtechniken

  • Nützlingseinsatz
  • Pflanzenschutz
  • Düngung
  • Lagerung von und Umgang mit Wasser gefährdenden Stoffen
Ihr Ansprechpartner

Wasserschutzgebietsberatung
Gesa Kohnke-Bruns
Brennerhof 121-123
21037 Hamburg
Tel.: 040-78 12 91 – 24
E-Fax: 040-78 12 91 – 624
gesa.kohnke-bruns@lwk-hamburg.de